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Tipps und Tricks für den Lebenslauf
Der Lebenslauf enthält die bisherigen Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn, Ihre Tätigkeiten, Angaben zu Ihrer Ausbildung und nachweisbaren Qualifikationen. Darüber hinaus kann der Lebenslauf noch Informationen über Ihre Interessen und weiteres Engagement enthalten. Der Lebenslauf ist daher zentraler Bestandteil einer Bewerbung und bietet dem Personaler einen übersichtlichen und klar strukturierten Überblick über Person, Kompetenzen, beruflichen Erfahrungen und den bisherigen Werdegang des Bewerbers. Es zeigt sich hier schon ob der Bewerber alle geforderten Voraussetzungen für den Job mitbringt. Ob Sie Ihren Lebenslauf amerikanisch – also mit der aktuellen Position zuerst – oder chronologisch verfasst, ist letztlich Geschmacksfrage. Wichtiger ist, dass das Profil und Ihre Eignung im Lebenslauf schnell erfasst werden können. Bedenken Sie daher beim Verfassen des Lebenslaufs, dass Personaler oft hunderte Bewerbungsmappen lesen und unpassende sofort Bewerber aussortieren. Das Wesentliche muss daher direkt im Lebenslauf ins Auge springen. Dabei hilft zuweilen ein Deckblatt oder eine Lebenslauf-Vorlage - idealerweise in tabellarischer Form. Die überwiegende Mehrheit der Personaler präferiert den tabellarischen Lebenslauf, wegen der hohen Übersichtlichkeit. Die tabellarische Form ist heute praktisch Standard und erfüllt alle folgenden Anforderungen perfekt: links Zeitangaben, rechts Fakten. Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, und keine Prosa. Daher fassen Sie sich knapp aber lassen Sie keine wichtigen Details aus (wie zb: Positionsbezeichnungen oder konkrete Firmenbezeichnung)
Bewerbung
Inhalt
  • Persönliche Kommentare zu einzelnen Punkten sind im Lebenslauf tabu. Genauso eine Anrede am Anfang oder eine Grußformel zum Schluss.
  • Persönliche Daten: Vorname & Nachname, Geburtstag und -ort, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Familienstand, Staatsangehörigkeit Werdegang und Berufserfahrung: Mutige können noch diesen Tipp befolgen: Unter die persönlichen Angaben, gleich eine Zeile mit der angestrebten Position einfügen. Das betont den Anspruch auf die ausgeschriebene Stelle. Dann aber sollte sofort das stärkste Argument dafür folgen: Bei Absolventen sind es die Ausbildung und Studienschwerpunkte die darauf hinführen, bei Jobwechslern die aktuelle Position, bei Arbeitsuchenden ihre besonderen Qualifikationen.
  • Besondere Qualifikationen: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen
  • Ausbildung: Dazu gehört eventuell auch geleisteter Wehrdienst, Zivil- oder Ersatzdienst
  • All diese Daten werden zeitlich exakt eingeordnet und vor allem lückenlos aneinandergereiht. Sonst entsteht der Verdacht, Sie wollten Lücken im Lebenslauf vertuschen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt das aber dann zur Sprache.
  • Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift versehen werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen.
  • Was ein potenzieller Arbeitgeber im Lebenslauf wissen möchte: Bei welcher Firma waren Sie tätig? Was war das für ein Unternehmen? Welche Position hatten Sie dort inne (Positionsbezeichnung)? Für was waren Sie zuständig und was haben Sie bewirkt (Aufgaben und Erfolge)?
Berufliche Stationen formulieren
  • Lebenslauf Position: Arbeitgeber. Wählen Sie dazu die korrekte Firmenbezeichnung und Schreiben Sie auch dazu, wo die Firma Ihren Sitz hat oder derjenige Firmenteil, in dem Sie arbeiten, beispielsweise "Musterfirma (Deutschland) GmbH, Betriebsstätte Frankfurt".
  • Lebenslauf Position: Firmenbeschreibung. Falls aus dem Namen die Geschäftstätigkeit nicht hervorgeht, dazu die Anzahl der Mitarbeiter oder die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern. All das kann von Bedeutung sein. Das Ganze halten Sie dabei wieder möglichst knapp, etwa so: "20.000 Mitarbeiter weltweit, 160 am Standort".
  • Lebenslauf Position: Funktion. Formulieren Sie möglichst genau, welche Funktion Sie in der Firma innehatten. Damit der Personaler diese auf einen Blick erfassen kann, sollte die Positionsbezeichnung leicht verständlich sein. Bei vielen Firmen werden jedoch englische Positionsbezeichnungen verwendet, die wie Ausdrücke aus einer Geheimsprache anmuten. Es empfiehlt sich daher eine Positionsbezeichnung in verständlichem Deutsch. Ist die Positionsbezeichnung unmöglich zu übersetzen, dann können Sie eine ergänzende Umschreibung hinzufügen.
  • Lebenslauf Position: Verantwortungsbereich und das, was Sie im jeweiligen Berufsstadium bewegt haben. Listen Sie hierbei bitte nicht einfach Ihre Aufgaben auf. Der Personaler will nicht wissen, was in Ihrer Stellenbeschreibung stand, sondern welchen Nutzen Sie Ihrem Arbeitgeber tatsächlich gebracht haben. Es geht um Ihre Leistungen und um die Ergebnisse Ihrer Arbeit.
Lücken im Lebenslauf
Im Lebenslauf können Lücken vorkommen, für die meisten Lücken gibt es einen guten Füller: Zum Beispiel ein Orientierungsjahr (vor dem Studium oder dem Berufseinstieg), Arbeitsvorbereitung (Kurse, Fortbildungen, selbstständiges Lernen), Mutterschaft oder Arbeitssuche. Nach Möglichkeit sollte nicht der Eindruck entstehen, man sei untätig gewesen. Allerdings darf der Bewerber keine falschen Angaben im Lebenslauf machen, aber muss auch nicht alles in seinen Lebenslauf aufnehmen. Wichtig sind vor allem die relevanten Informationen des beruflichen Werdegangs. Dabei sollten Datumsangaben immer der Wahrheit entsprechen; es ist daher nicht ratsam zu behaupten, man hätte kürzer studiert oder ein längeres Praktikum absolviert. Hier finden Sie einige Vorlagen für Ihren Lebenslauf. Die Vorlagen sind nach Einstiegslevel geordnet.